Spagyrik

Geschichte
Spagyrik stammt aus dem Griechischen und bedeutet:
„spaein“= trennen, lösen und: „ageirin“ = binden, vereinigen.

Das Wort Spagyrik ( auch Scheidekunst genannt ) wurde erstmals von dem Arzt Paracelsus in den Sprachgebrauch eingeführt, und bezeichnet im engeren Sinn die praktische Anwendung  der Alchemie zur Arzneimittelherstellung.

Dementsprechend verstand Paracelsus unter „ars spagirica“ die Kunst, mit alchemistischen Verfahren das Wertvolle vom Unreinen zu trennen und durch anschließendes Zusammenführen der erhaltenen Substanzen Arzneimittel von erhöhter Wirksamkeit herzustellen.

Naturheilverfahren
Als Ausgangsmaterialien dienten pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe. Der deutsche Arzt Dr. Zimpel entwickelte das Werk von Paracelsus weiter und schuf eine Brücke zwischen klassischer Homöopathie und moderner Pflanzenheilkunde.

Die Herstellung der spagyrischen Essenzen nach Dr. Zimpel basiert auf drei wesentlichen weitgehend natürlichen Verfahren:
Gärung, Destillation und Veraschung.

Anfangs wird mittels der Gärung der Geist der Pflanze ( Aromastoffe ) gewonnen, als nächster Schritt wird die Pflanzenmasse einer Wasserdampfdestillation unterzogen, um die Seele ( ätherische Öle ) zu gewinnen, und anschließend erfolgt die Veraschung zum Erhalt des Körpers der Pflanze ( Mineralsalze und Spurenelemente ).

Diese organischen und anorganischen Extrakte werden im nächsten Schritt wieder zusammengefügt, womit durch die verschiedenen Herstellungsstufen die gesamte in der Pflanze verborgene Kraft und Energie erhalten wird.

Das Verfahren gewährleistet ebenso eine Abtrennung von Giftstoffen ( z.B. der Tollkirsche ) oder von allergischen Bestandteilen. Somit ist die spagyrische Essenz gleichermaßen für Kinder oder Erwachsene geeignet, zumal das Herstellungsverfahren heute nach dem homöopatischen Arzneibuch ( HAB ) standardisiert ist.

Ganzheitliche Heilkraft
In der Spagyrik wird davon ausgegangen, dass in der Lebenskraft drei unterschiedliche Wirkkräfte, und zwar Sal, Merkur und Sulfur, wirksam sind. Hierbei sind nicht die chemischen Substanzen, sondern die Wesenszüge dieser Elemente gemeint, die sich in allem Lebendigem wieder finden.

Beim Menschen kommen sie als Körper, Geist und Seele ( Seinsebenen ) zum Ausdruck, die erst in ihrer Verbindung den Menschen ausmachen und in enger Wechselwirkung zueinander stehen.

Mit den spagyrischen Substanzen können alle Seinsebenen angesprochen werden und so mit einem natürlichen hochwirksamen Heilverfahren gearbeitet werden. Nach unserer Erfahrung eignen sie sich vorzüglich zur therapeutischen und prophylaktischen Selbstmedikation.

Anwendung
Spagyrische Rezepturen eignen sich sowohl für die innerliche Einnahme als auch für die äußerliche Anwendung. Wir mischen die Rezepturen nach Anweisung Ihres Therapeuten, nach Ihren individuellen Wünschen oder gemäß unserer Empfehlung als Lösung zur Verdünnung oder auch als Mundspray zur schnellen Aufnahme durch die Mundschleimhaut.
 
Äußerlich aufzutragene spagyrische Mischungen stellen wir ebenfalls als Spray ( z.B. Gelenkspray bei Schmerzen/Arthrose) her, welches direkt auf die betroffenen Stellen aufgesprüht wird, oder auch als Salbe oder Creme.

Anwendungsbeispiele:
Als Mundspray zur Steigerung Ihrer Körperabwehr mit Echinacea, Eupatorium, Tropaeolum und Thuja.
Als Tropfen zur Gewichtsregulation mit Carduus mar., Solidago, Lycopodium und Achillea millefolium.
Als Lösung zur nachhaltigen Bekämpfung von Warzen mit Drosera, Taxus, Catharanthus und Podophyllum.

Wichtiger Hinweis:
Beachten Sie bitte die Grenzen der Selbstbehandlung. Sobald Sie bei einer Behandlung über deren Schwere und Verlauf unsicher sind, müssen Sie einen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen!

Das Team der Löwen-Apotheke ist spezialisiert auf die Herstellung verschiedenster Mischungen und steht Ihnen für Information und Beratung gerne zur Verfügung.